Sonntag, 11. Dezember 2016

WWW - welt weit weg

Ein Stück über Sexting für Jugendliche ab 14 Jahren und junge Erwachsene


"Sexting ist die private Verbreitung erotischen Bildmaterials des eigenen Körpers über Multimedia Messaging Services durch Mobiltelefone." (Quelle Wikipedia)

Die schweizerische Initiative Pro Juventute klärt Jugendliche über Sexting auf.

Du bist Jugendliche und erlebst gerade deine erste Beziehung? Oder du hast bereits sexuelle Erfahrungen gesammelt? Ganz gleich, in welchem Alter und mit wie viel Erfahrung, Sexting ist eine Praxis, die heutzutage viele Menschen ausleben möchten. Vielleicht findest auch du erotische Bilder von dir und deinem Partner prickelnd und möchtest gerne auch über das Smartphone intime Momente erleben.

Unser Stück


Es gibt allerdings viele Fragen, die sich im Zusammenhang mit Sexting stellen: Ist das etwa unmoralisch? Und selbst wenn nicht, ist es klug? Wie verhältst du dich, wenn dich jemand zu Nacktbildern überreden will? Und was kannst du tun, wenn das Material ungewollt in die falschen Hände gerät? Oft werden Schüler(innen) gemobbt, wenn ihre Sexting-Bilder oder -Videos sich zum Beispiel über soziale Netzwerke oder Messenger verbreitet haben.

Sie trauen sich anschließend nicht mehr in die Schule und erleben tiefe Scham. Aber nicht nur dieses Szenario wird uns in unserem neuen Theaterstück beschäftigen. Auch juristisches Wissen, was überhaupt erlaubt ist, soll vermittelt werden.

Flyergestaltung: Hanno Endres

Das Team


In Zusammenarbeit mit Alexander Daum, Sexualpädagoge bei der AWO Münster und unter anderem verantwortlich für das Projekt Liebesleben, entsteht derzeit im Kammertheater Der kleine Bühnenboden ein Stück über Sexting, das junge Menschen dazu auffordern möchte, über das eigene Verhalten - auch gegenüber Mobbingopfern - zu reflektieren. Das Theaterprojekt wird gefördert von den Musik- und Theaterfreunden Münster und dem Kulturamt Münster.

Mitwirkende: Konrad Haller (Regie), Johanna Kollet und Stefan Nászay (Schauspiel) sowie Edda Klepp (Dramaturgie).

Die Spieltermine werden in Kürze bekannt gegeben.





Donnerstag, 13. September 2012

Die Presse über "Ehrenwort"

"Birgit Corinna Lange beeindruckt mit einer intensiven Reise in die Gefühlswelten zweier Frauenschicksale" überschreiben die Westfälischen Nachrichten die Kritik zu unserem aktuellen Stück "Ehrenwort". Und weiter: "Nach über 70 Minuten mit an darstellerischer Ausdruckskraft kaum zu steigender Intensität entlud sich diese Spannung bei den Zuschauern in lauten 'Bravo'-Rufen." Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz, auch die Rückmeldungen aus dem Publikum am Premierenabend. Wer den Artikel in der WN in Gänze lesen möchte, findet ihn hier.








Donnerstag, 2. August 2012

EHRENWORT - Monolog nach Motiven aus Effi Briest

Effi ist in einer scheinbar ausweglosen Lage. Sie hat die Familienehre verletzt. Man wirft ihr vor, ihren Ehemann hintergangen zu haben. Allerdings liegt das Geschehen bereits ein paar Jahre zurück, und eigentlich möchte ihr Ehemann, Baron von Instetten, sie gar nicht aus seinem Leben verbannen. Als Beweisstück dienen lediglich einige Briefe, die den Betrug dokumentieren sollen. Schließlich aber obsiegt die Kränkung. Von Instetten stellt den Kontrahenten Crampas im Duell und straft Effi ab. Er verweist sie seines Hauses und hält fortan die  gemeinsame Tochter von ihr fern. Zwischen Schuldgefühl, Verzweiflung und Scham hin- und hergerissen versucht Effi, sich rein zu waschen und sich wenigstens ein letztes bisschen der eigenen Ehre zu bewahren.


Das Theater NASEWEIS widmet sich in seinem neuen Stück einem Thema, das bis heute nicht an Aktualität verloren hat. Theodor Fontanes Text aus dem Ende des 19. Jahrhunderts mischt Regisseurin und Autorin Edda Klepp mächtig auf. Effis Geschichte trifft dabei auf die Erzählung der jungen Kosovo-Albanerin Ulerika, die im Jahre 2003 durch die Hand ihres Vaters sterben musste, weil sie sich in den falschen Jungen verliebte.

Es spielt: Birgit Corinna Lange
Text & Regie: Edda Klepp

Premiere ist am 8. September 2012, 20.30h im Kammertheater Der kleine Bühnenboden.
Weitere Vorstellungen: 13. September 2012, 20.30h, Kammertheater Der kleine Bühnenboden

Altersempfehlung: 16+



Sonntag, 24. Juni 2012

Philosophie für Kinder - Das sokratische Gespräch

Warum machen wir NASEWEISen Theater für Kinder und Jugendliche? Ganz einfach: Weil wir glauben, dass Theater mehr kann als Unterricht oder eine gut gemachte Fernsehsendung. Es verbindet das Live-Erlebnis des Unterrichts und interessanten Informationsgehalt mit unmittelbarer und komplexer sinnlicher Erfahrung und ist somit eine ideale Ergänzung im schulischen Kontext.
Gutes Theater erzählt Geschichten, aber verknüpft diese darüber hinaus mit weiteren Refelxionsebenen, die sich nicht immer auf Anhieb intellektuell erschließen müssen. Manchmal sind es Bilder, manchmal Situationen, die etwas in uns berühren und sogar noch Tage später zum Nachdenken und Nachspüren anregen können. Der erhobene Zeigefinger hingegen entbindet das Publikum in der Regel davon, sich selber über eine Position zum Thema  im Klaren zu werden. Dies gilt auch für Kindertheater. Die Ausdrucksmittel hierbei sind vielfältig. Die eine richtige Form gibt es nicht, davon sind wir überzeugt. Aber unser Anspruch ist es, Fragen aufzuwerfen, zu denen jeder eigene Antworten finden kann. Philosophie und Theater haben einiges gemein.

Auch in der Philosophie geht es um Fragen. Viele dieser Fragen lassen die unterschiedlichsten Antworten zu. Und oft genug fällt es schwer, sich als Erwachsener einzugestehen, dass man nicht auf jede Frage von Kindern eine eindeutige Antwort liefern kann. Dabei kommt manchmal das besondere Erlebnis, gemeinsam nach möglichen Antworten zu suchen, zu kurz. Aus Unsicherheit weichen wir aus antstatt die eigene Ratlosigkeit als Chance zu begreifen, unsere Neugier zu spüren und dazu zu lernen.

Die Methode des Sokratischen Gesprächs 

Das sogenannte Sokratische Gespräch ist eine Methode, die sich bei Gesprächen mit Kindern über philosophische Fragen bewährt hat. Philosophie ist „das ständige, prinzipiell unabschließbare Weiterdenken im Umgang mit nicht eindeutig zu beantwortenden Fragen“ (Hering, S. 22). Im Gegensatz zu anderen Lehrformen, in denen Kinder zu bereits vorgefertigten Antworten hingeführt werden, gibt es hier häufig kein eindeutiges richtig oder falsch. Das philosophische Gespräch hat die Fragen der Kinder zum Thema.

Die wichtigsten Merkmale

- Das sokraktische Gespräch setzt auf die Vernunft aller Menschen als Möglichkeit, mit ihrer Hilfe der Wahrheit im forschenden Nachdenken nach festgelegten Regeln ein Stück näher zu kommen.
- Scheinbare Gewissheiten des Alltags werden kritisch hinterfragt, Aussagen auf ihre Gültigkeit hin überprüft, Begriffserklärungen vorgenommen und neue Erkenntnisse auf ihre Konsensfähigkeit hin getestet.
- Gesprächsziel ist der Konsens in der Gesprächsgruppe.
- Die gefundene und formulierte Antwort auf die bearbeitete Frage gilt als Wahrheit der Gesprächsgruppe zum jeweiligen konkreten Zeitpunkt.
- Die Antwort ist nicht absolut zu setzen. Damit ergibt sich die Chance, sie immer wieder aufs Neue überprüfen zu können.
- Im sokratischen Gespräch zählt in der Argumentation nur das vernünftige Argument, das durch das eigene Denken entstanden ist.
- Die Berufung auf die Aussage von Lehrern oder anderen Autoritäten ist nicht gestattet.
- Alle Stimmen sind gleichberechtigt, jede Stimme ist wichtig und zählt.
(nach Gleitz, S. 42)

Aufgaben der Gesprächsleitung 

Die Gesprächsleitung hat vor allem die Aufgabe, auf die Einhaltung der Regeln zu achten und sich an den Fragen der Kinder zu orientieren. Sie gibt keine Antworten vor, sondern leitet die Kinder an, selber Antworten auf die Fragen zu finden.
Es ist davon auszugehen, dass Kinder nicht alle Fragen stellen, die zur Erörterung des Problems wichtig erscheinen, da sich ihre Erfahrungswelt noch deutlich von der Erwachsener unterscheidet. In diesem Fall darf die Leitung lenkend eingreifen, indem sie weitere Fragen in den Raum stellt. Diese dürfen nicht suggestiv formuliert sein, sondern müssen in ihrer Beantwortung offen bleiben.

Ziele 

Ziel dieser Übung ist es, im Gespräch logische Argumentation zu üben, ebenso zu  Kommunikationskompetenz und Eigenständigkeit im Denken zu gelangen. Die Kinder werden bei dieser Form des Gesprächs angeleitet, es wird ihnen keine vorgefertigte Meinung aufgedrängt. Vielmehr gelangen sie durch den Dialog in der Gruppe zu einem gemeinsamen Konsens.

Literatur 

- Barbara Gleitz: „Erde, Himmel, Gott und ich, Philosophieren mit Kindern“, Göttingen 2004
- Jochen Hering: „Die Welt frag-würdig machen, philosophisches Nachdenken mit Kindern im Grundschulalter“, Baltmannsweiler Schneider-Verl. Hohengehren 2004

Sonntag, 2. Oktober 2011

Phil & Sophia stehn in der Zeitung

Münsters Presse ist uns gewogen. Nachdem bereits im Vorfeld über unsere Arbeit berichtet worden ist, schreibt man bei den Westfälischen Nachrichten: "Gebannt saßen die jungen Zuschauer vor der Bühne: Mit großen Augen verfolgten die Kinder das Geschehen. [...] Die Jungen und Mädchen hatten sichtlich ihren Spaß bei der Premiere des philosophischen Theaterstückes 'Phil und Sophia fragen nach Gott' des Kinder- und Jugendtheaters NASEWEIS."
Und in der Münsterschen Zeitung steht zu lesen: "Klepp hat diesen Ausflug in den Kosmos der Philosophie zu einem mitreißenden, temporeichen, spielerischen und somit kindgerechten Trip gemacht. Es gibt Trommelduelle auf Kartons, es wird getobt, gerannt, gesprungen und getanzt. Und auch die Kommunikation mit dem Publikum funktioniert."
Wir freuen uns über diese positiven Rückmeldungen. Wer den Artikel der MZ vollständig lesen möchte, kann das an dieser Stelle sehr gerne tun.

Mittwoch, 17. November 2010

Internationaler Tag der Kinderrechte

Der 20. November ist der "Internationale Tag der Kinderrechte". Dies ist doch ein guter Anlass, sich daran zu erinnern, dass ein jeder Tag diese Bedeutung haben sollte.
Denn obgleich wir wissen, dass Kinder die wichtigste "Ressource" sind, die wir in unserer Welt haben, stehen wir ihnen leider nicht immer mit dem Respekt gegenüber, den sie letztlich verdienen.
Nicht die finanzielle Leistung, die wir in der Gesellschaft erbringen, sollte das Maß aller Dinge sein, sondern wertvolles Handeln und die Wertschätzung unseres - wenn auch noch so kleinen - Gegenübers!

Montag, 1. November 2010

Phil und Sophia gehen an den Start

Im nächsten Jahr beginnt das Kinder- und Jugendtheater NASEWEIS in Münster seine Arbeit. Viel haben wir uns vorgenommen für die kommenden Jahre, eine Menge Ideen haben wir gehabt und ein Theaterkonzept entwickelt.

Im Zentrum unseres Konzeptes stehen Phil und Sophia, die wir in unserem ersten Theaterstück als Figuren etablieren möchten. Mit Beginn des Schuljahres 2011/12 gehen die beiden mit unserer ersten Neuproduktion an den Start: "Phil und Sophia fragen nach Gott", einem Stück Philosophie ab 5 Jahren zum Thema Glaube und Toleranz.

Derzeit sind wir damit beschäftigt, Gelder für dieses Projekt zu akquirieren. Die konkrete Stückentwicklung anhand unseres Konzeptes beginnen wir zu Anfang des neuen Jahres.